Was als Brückenschlag zwischen Forschung und Markt gedacht war, galt in der Branche von Beginn an als waghalsig – nicht zuletzt, weil der Boom rund um spezialisierte Laborflächen seinen Höhepunkt bereits überschritten hatte. Nun ist das Wiener Biotech-Start-up Carl Labs GmbH (ehemals Abundance) insolvent.

Evonik und die japanische Higuchi eröffnen in Yokohama ein gemeinsames „Open Pharma Lab“. Dort erhalten Formulierer Zugang zu EUDRAGIT®-Polymeren und Formulierungs-Know-how für patientenfreundliche orale Arzneiformen. Die langjährige Partnerschaft wird vertieft und das Innovationsnetzwerk von Evonik in Asien damit weiter ausgebaut. Start ist der 1. Mai 2026.

Die deutsche und europäische Biotechnologiebranche traf sich in dieser Woche in Leipzig. Rund 900 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie, Politik, Verwaltung und Medien nutzten die German Biotech Days, um sich im Kongresszentrum am Zoo Leipzig über aktuelle Entwicklungen in Forschung und Anwendung sowie über die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auszutauschen.
Organisiert wurde die Veranstaltung von BIO Deutschland e.V., dem Arbeitskreis der BioRegionen und biosaxony e.V. zusammen mit seiner Partnerregion InfectoGnostics Forschungscampus Jena.

Seit Mitte April ist Dr. Simon Bulling Chief Operating Officer der Berliner ProBioGen AG.

Auf dem PharmaCongress & PharmaTechnica Ende März wurde der Professor Wallhäußer Innovation Award 2026 verliehen. Insgesamt traten 23 Projekte an. Platz eins belegte AstraZeneca mit dem Projekt „Automated Reading of Agar Plates for Environmental Monitoring with AI“.

Evonik investiert 80 Mio. Euro in seine Fermentationsanlage in der Slowakei. Damit wird der Konzernumbau mit einem massiven Investment in Biotechnologie vorangetrieben. Neben den Spinnenseidenproteinen von Amsilk soll der Standort ein breiteres CDMO-Angebot für die Pharmaindustrie bereithalten. Die Aktie legte seit Jahresbeginn zwar zu, doch die Analysten sind noch uneinig, ob die Richtung nachhaltig nach oben anhalten wird.

Die Münchner Onyx Biotech erhält eine Pre-Seed-Finanzierung vom Göttinger Life Science Valley Wachstumsfonds, von Freiraum Ventures und einigen Business Angels. Das Start-up entwickelt Simulationen und „Digital Twins“, die bis zu 96% der Laborexperimente ersetzen und die Entwicklung von Biologika deutlich verkürzen sollen. Einige Kunden testen die Algorithmen bereits.

German Biotech Days in Leipzig: Rund 900 Teilnehmer diskutierten über die Chancen und Herausforderungen der Branche, mit den bekannten Widersprüchen. Zwischen politischer Ambition, Förderprogrammen und dem Anspruch eines global führenden Standorts wächst die Lücke zur Realität: Tempo, Kapital und Wettbewerb, etwa durch China, setzen die Branche zunehmend unter Druck.

Evonik investiert 80 Mio. Euro in den Ausbau seines bestehenden Biotech-Standorts in Slovenská Ľupča in der Slowakei. Die Anlage soll zur industriellen Biotechnologie nun auch das CDMO-Geschäft für pharmazeutische Wirkstoffe stärken. Von der Aminosäureproduktion soll sich der Standort – mit Rhamnolipid- und Spinnenseidenprotein-Produktion – zum Biotech-Hub entwickeln.